Als sich Helmut Kohl, Jogi Löw und Gerhard Polt am vergangenen Samstag Abend im Dillinger Colleg buchstäblich die Klinke in die Hand gaben, war schnell klar: Dieser Abend würde unterhaltsam werden. Natürlich standen die prominenten Gäste nicht leibhaftig auf der Bühne – vielmehr ließ sie der fränkische Stimmenimitator Bernd Händel, auf Einladung des Dillinger SPD-Ortsvereines, mit großer Treffsicherheit und viel Humor lebendig werden.
Bekannt als langjähriger Sitzungspräsident der Kultsendung „Fastnacht in Franken“ bewies Händel eindrucksvoll sein Talent, bekannte Persönlichkeiten täuschend echt zu imitieren. In rascher Folge diskutierte unter Anderem Otti Fischer mit Michael Mittermaier über die Schönheit der deutschen Bundesländer, während Gerhard Polt versuchte, Facebook im echten Leben stattfinden zu lassen.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der sportliche Teil des Programms. In einer humorvollen Szene tauschten sich Jogi Löw und Luis van Gaal über ein fiktives Fußballspiel und den Angstgegner Ball aus – und bezogen dabei das Publikum aktiv mit ein.
Auch politisch zeigte sich Händel in Bestform. Mit den Stimmen von Willy Brandt, Helmut Kohl, Edmund Stoiber und Gerhard Schröder ließ er deutsche Zeitgeschichte auf humorvolle Weise Revue passieren – natürlich stets mit einem Augenzwinkern.
Für große Heiterkeit sorgte zudem seine „Kaufhaus-Szene“, bei der er selbst zur Gitarre griff und jede Abteilung mit passender Musik untermalte. Besonders die Kosmetikabteilung mit dem Klassiker „Du kannst nicht immer 17 sein“ und die Klopapierabteilung mit dem Schlager „Ich glaub’, es geht schon wieder los“ sorgten für großes Gelächter im Publikum.
Mit Tempo, Wortwitz und großem Gespür für aktuelle wie zeitlose Themen führte Bernd Händel durch einen ebenso abwechslungsreichen wie kurzweiligen Abend - ganz in der Tradition der fränkischen Fastnacht (PRM).